Fr. 19.06.2026, 14.00 – 18.00, Salzburg,
Im Sinne des Schwerpunkts Zeitspuren: Baudenkmäler des Salzburger Bildungswerkes darf ich in dieser Exkursion zwei bedeutenden barocken Gartenanlagen in Salzburg vorstellen: Schloss Mirabell und Schloss Kleßheim. Dabei folgen wir den Spuren mehrerer Fürsterzbischöfe sowie ihrer Architekten und Gartenkünstler und betrachten die wechselvolle Entwicklung beider Anlagen bis in die Gegenwart. Die Gartenkonzeption spielte stets eine zentrale Rolle und ist untrennbar mit den jeweiligen Schlossbauten verbunden.
Schloss Mirabell – ursprünglich Schloss Altenau – entstand als Sommersitz für Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau und seine Lebensgefährtin Salome Alt. Schloss Kleßheim wurde unter Fürsterzbischof Johann Ernst Graf von Thun als Lustschloss „Favorita“ begonnen und nach seinem Tod von seinen Nachfolgern in vereinfachter Form vollendet. An beiden Schlossanlagen wirkten der Architekt Johann Bernhard Fischer von Erlach sowie sein künstlerischer Konkurrent Johann Lucas von Hildebrandt maßgeblich mit. Ebenso werden wir den Gestaltungsideen des Hofgärtners Franz Anton Danreiter nachgehen und die Veränderungen betrachten, die die Anlagen in den folgenden Jahrhunderten erfuhren. Während Schloss Kleßheim im 20. Jahrhundert durch nationalsozialistische Nutzungen stark geprägt wurde, erlitt Schloss Mirabell beim Stadtbrand von 1818 erhebliche Schäden.
Da die Exkursion durch die Gartenanlagen führt, wird empfohlen, festes Schuhwerk zu tragen und wetterfeste Kleidung mitzunehmen.
Weitere Informationen und Anmeldung: Zeitspuren