von Kurt Luger
Am 26. August fegte eine katastrophale Sturzflut, die ihren Ursprung im Rasuwa-Gebiet nahe der nepalesisch-tibetischen Grenze hatte, durch die Flusssysteme des Bhote Koshi und des Trishuli und verursachte beispiellose Zerstörungen in Rasuwa und den flussabwärts gelegenen Gebieten, darunter die Distrikte Nuwakot, Dhading und Chitwan. Häuser, Straßen, Brücken, öffentliche Infrastruktur, Lebensgrundlagen wie Felder und Tiere sowie lebenswichtige Versorgungsdienste wurden schwer beschädigt und zum Teil total zerstört. Viele Menschen haben ihr Leben verloren und Hunderte werden weiterhin vermisst. Das volle Ausmaß der menschlichen und materiellen Verluste und Tragödien ist noch nicht abzusehen.
Die Bilder und Berichte aus den betroffenen Gebieten sind zutiefst erschütternd. Ganze Gemeinden wurden innerhalb weniger Stunden zerstört. Familien haben Angehörige, ihr Zuhause und ihre Lebensgrundlage verloren, und viele Überlebende sehen sich nun einer völlig ungewissen Zukunft gegenüber, haben einen äußerst begrenzten Zugang zu Versorgungsleistungen oder medizinischen Behandlungen.
Die Katastrophe hat bereits internationale Aufmerksamkeit erregt, und Regierungen sowie humanitäre Organisationen mobilisieren Hilfe. Die nepalesische Regierung hat Notfallmechanismen aktiviert, während nationale Sicherheits- und humanitäre Akteure die Such-, Rettungs- und Hilfsmaßnahmen fortsetzen.
Derzeit ist es unsere oberste Priorität, die Bedürfnisse vor Ort zu erfassen und zu prüfen, wo EcoHimal einen praktischen und sinnvollen Beitrag leisten kann. Während die unmittelbaren Rettungs- und lebensrettenden Hilfsmaßnahmen von der Regierung und spezialisierten Organisationen geleitet werden, gehen wir davon aus, dass in den kommenden Wochen und Monaten ein enormer Bedarf an rascher Wiederherstellung der Lebensgrundlagen und dem Wiederaufbau von jeglicher Infrastruktur bestehen wird.
Wir prüfen daher, wie wir betroffene Gemeinschaften in folgenden Bereichen unterstützen können:
• Notfallhilfe und Unterstützung beim raschen Wiederaufbau
• Wiederherstellung grundlegender gemeinschaftlicher Einrichtungen und Dienstleistungen
• Unterstützung bei der Sicherung des Lebensunterhalts und der Wiederherstellung der Haushalte, Stallungen und Felder• Wiederaufbau beschädigter bzw. zerstörter Infrastruktur (Trinkwasser und Sanitäreinrichtungen)
• Unterstützung für schutzbedürftige Haushalte, Frauen, Kinder und andere betroffene Gruppen
• Gemeinschaftsbasierter Wiederaufbau und langfristige Stärkung der Widerstandsfähigkeit
• Neupflanzungen und Aufbau von agroforstwirtschaftlichen Strukturen für eine langfristige Sicherung der Ernährung
Derzeit beraten wir mit lokalen Behörden, kommunalen Organisationen und anderen Partnern, um die Lage besser zu verstehen und Bereiche zu identifizieren, in denen unsere Unterstützung die größtmögliche Wirkung erzielen kann. Wir werden eine detaillierte Einschätzung und Vorschläge für Interventionsbereiche veröffentlichen, sobald verlässliche Informationen vorliegen.
EcoHimal hat eine große Erfahrung mit Wiederaufbauprojekten nach derartigen Katastrophen. Wir haben nach dem schweren Erdbeben 2015 in Nepal mitgeholfen, ganze Dörfer neu aufzubauen und nach dem desaströsten Erdbeben 2005 im Norden Pakistans waren wir ebenfalls in die Hilfsaktionen stark eingebunden. In beiden Fällen lagen unsere Projekte im Epizentrum der Beben. Mehrfach waren wir nach Flutkatastrophen und Überschwemmungen in Nepal im Einsatz, vorwiegend bei der Wiederherstellung von Sanitär- und Wassersystemen, um epidemischen Krankheiten vorzubeugen.
Wir wären Ihnen sehr dankbar, wenn Sie sich unseren Bemühungen durch eine finanzielle Unterstützung anschließen. Selbst ein bescheidener Beitrag, technische Unterstützung oder eine Partnerschaft – eventuell im Rahmen eines Sponsoringvertrags oder einer Corporate Social Responsibilty-Vereinbarung – wird uns helfen, Familien zu erreichen, die den schwierigen Weg vom unmittelbaren Überleben hin zum Wiederaufbau ihres Lebens beschreiten.
Dies ist ein Moment, in dem Solidarität zählt. Die von dieser Katastrophe betroffenen Menschen müssen wissen, dass sie nicht allein sind.
Wir bitten Sie herzlich, eine solche Unterstützung in Erwägung zu ziehen und darüber nachzudenken, wie Sie, Ihre Organisation oder Ihr Netzwerk zu den Hilfs- und Wiederauf-baumaßnahmen in Nepal beitragen könnten. Gerne besprechen wir mögliche Bereiche der Zusammenarbeit und erarbeiten auf der Grundlage Ihres Interesses einen konkreteren Vorschlag.
Mit aufrichtiger Dankbarkeit für Ihre Solidarität und die fortgesetzte Partnerschaft,
namaste und tashi delek, herzlichst Ihr –
Kurt Luger, Vorsitzender von EcoHimal
28. August 2026
EcoHimal Spendenkonto: Hypo Salzburg IBAN AT64 3400 0928 0440 5833