❌ Die Stadt im Blick – die Sendung zu Baukultur und Stadtplanung
📌 Am Montag, den 20.7.26 von 17-18 Uhr
👂 live zu streamen unter Radiofabrik oder terrestrisch 107,5 & 97,3 MHz
oder auf ORF Sound
👂 Nachzuhören ab Dienstag, 21.7.26 auf: cba Media
Im Museum der Moderne Salzburg wird gerade eine Retrospektive der französischen Architektin, Designerin und Fotografin Charlotte Perriand gezeigt. Nach einer großen Ausstellung in der Louis-Vuitton-Stiftung in Paris 2019 ist ihr nun erstmals im deutschsprachigen Raum in Kooperation mit den Museen Krefeld und der Fundació Joan Miró eine Einzelausstellung gewidmet.

„Wenn man mich fragen würde, was ich bin, wüsste ich nicht, was ich antworten soll,… eine Künstlerin vielleicht, aber davon verstehe ich nichts. Nein, ich bin keine Architektin, aber ich bin darin ausgebildet. Designerin – nein, weil ich immer von einer bestimmten Umgebung ausgehe, ich erschaffe keinen Gegenstand um seiner selbst willen, ich schaffe nur, was ich brauche. Randständig, das bin ich.“ (Charlotte Perriand)
Charlotte Perriand wird 1903 in Paris geboren. Sie besucht die Kunstgewerbeschule in Paris, die sie 1925 abschließt. Aufsehen erregt ihre vollständig aus vernickeltem Kupfer und eloxiertem Aluminium konstruierte Bar sous le toit („Bar unterm Dach“), die sie für ihre eigene Wohnung entwirft und die auf der Ausstellung Salon d’Automne im Jahr 1927 zu sehen ist. In diesem Jahr wird sie auch Mitarbeiterin im Büro von Le Corbusier in Paris, einem der wichtigsten Architekten der Moderne. 10 Jahre bleibt sie in seinem Büro und entwickelt mit ihm und seinem Cousin Pierre Jeanneret wegweisende Möbel aus Stahlrohr wie die Schaukelliege „Chaise Longue buscalante“ die auch als LC4 bekannt ist. In seinem Büro lernt sie auch das Handwerk der Architektur, und sie baut sich ein Netzwerk an Kollegen und Künstlern auf. 1937 verlässt sie das Büro und gründet später mit Jean Prouvé und Georges Blanchon ein Architekturbüro zur Gestaltung von Fertighäusern aus Aluminium. Kurz vor dem Ausbruch des 2. Weltkrieges erhält sie die Möglichkeit, nach Japan zu reisen, um als Beraterin im Bereich Kunst und Kunsthandwerk tätig zu sein. Sie organisiert Ausstellungen und bekommt Aufträge in Indochina, wo sie 1943 bis 1946 lebt. Auch ihre einzige Tochter Pernette kommt in dieser Zeit zur Welt. Mit ihr kehrt sie nach dem Krieg nach Frankreich zurück. In den 50er Jahren hat sie nochmals die Gelegenheit, nach Japan zu reisen. Mit dieser 2. Reise endet die Ausstellung im Museum der Moderne.
👉 Zu Gast im Studio der Radiofabrik: Harald Krejci, Direktor Museum der Moderne sowie Barbara Herzog, Kuratorin der Ausstellung
👉 Ausstellung Charlotte Perriand – Moderne leben: Design, Fotografie, Architektur bis einschließlich 13. September 2026 im Museum der Moderen zu sehen.
👉 Zur Ausstellung gibt es eine lesenswerte Publikation mit dem Titel: Charlotte Perriand. Die Kunst des Wohnens.
👉 Von Laure Adler ist eine Biographie erschienen: Charlotte Perriand – Ihr Leben als moderne und unabhängige Frau: Die Jahrhundertdesignerin.





