Architekturvermittlung

Hallein Bildhauerschwerpunkt im Sommer

Werner Würtinger

Die Stadt Hallein hat heuer zum 4. Mal einen Bildhauerschwerpunkt. Dabei wird auf die lange zurückreichende Bildhauertradition in der Salinenstadt verwiesen. Von den Anfängen als Schnitzkurse für die Bergknappen, bis zur Gründung der ersten berufsbildenden Schule in der Österreich-Ungarischen Monarchie im Jahr 1870. Ausstellungen sind zu sehen im Keltenmuseum, in der Alten Saline auf der Pernerinsel, im Kunstraum Pro Arte und im der Galerie Schloss Wiespach.

Ein weitere Schwerpunkt ist der 85. Geburtstag des gebürtigen Halleiner Künstlers Werner Würtinger. Würtingers Werk steht dabei in einer Tradition visionärer Raumkonzepte, wie sie Künstler und Architekten des 20. Jahrhunderts entwickelt haben. Zugleich bleibt seine Arbeit stets von einer persönlichen Dimension geprägt. Einen wichtigen Ausgangspunkt bilden Erinnerungen an seine Kindheit in Hallein. Dort begegnete er handwerklich gefertigten Miniaturwelten, geschaffen von Bewohnerinnen und Bewohnern des sogenannten Armenhauses. Aus Holz, Papier und Leinölfarbe entstanden detailreiche Darstellungen ihrer Umgebung – Werkstätten, Tiere, Häuser und Figuren –, die für den jungen Werner Würtinger zu einem eigenen Kosmos wurden.

Ausstellung „Als wär’s ein Stück von mir“ bis 22. August 2026
Kunstraum pro arte, Schöndorferplatz 5 5400 Hallein
Do, Fr: 16:00 bis 19:00 Uhr
Sa: 10:00 bis 13:00 Uhr // und nach Vereinbarung

Werner Würtinger präsentiert hier Arbeiten, die sich zwischen Skulptur, Architektur, Erinnerung und persönlicher Erfahrung bewegen. Ausgehend von Modellen entwickelt Würtinger visionäre Raumskulpturen, die sich bewusst jenseits funktionaler oder utilitaristischer Architektur verorten. Seine Arbeiten sind weder Entwürfe für konkrete Bauwerke noch autonome Objekte im klassischen Sinn. Vielmehr entstehen Räume, die nach einer anderen Form von Wirklichkeit suchen – nach Orten der Imagination, der Erinnerung und einer möglichen „Bewohnbarkeit“.
Die Ausstellung ist darüber hinaus von einer persönlichen Erinnerung begleitet. Die unmittelbare Nähe des Kunstraums pro arte zum ehemaligen Hotel Scheicher ruft für den Künstler die Erinnerung an seine Tante Auguste „Gustl“ Pichler wach – Schneidermeisterin, Schulgründerin und über viele Jahre eine entscheidende Unterstützerin seines künstlerischen Weges. Ihr ist diese Rückkehr nach Hallein auch in Dankbarkeit gewidmet.
„Als wär’s ein Stück von mir“ verbindet biografische Spurensuche mit grundsätzlichen Fragen nach Raum, Identität und Wirklichkeit. Die gezeigten Arbeiten laden dazu ein, sich auf Orte einzulassen, die zwischen Modell und Lebensraum, Erinnerung und Vision, persönlicher Geschichte und universeller Erfahrung entstehen. (Gekürzter Text Homepage)

Ausstellung „Ausatmen, Werner Würtinger“ bis 28. August 2026
Saline Hallein, Pernerinsel
Dienstag-Sonntag 10-18 Uhr

Ausstellung „Antike – Vorbild und Mythos“ bis 18. Oktober 2026
Keltenmuseum Hallein Pflegerplatz 5, 5400 Hallein
Montag bis Sonntag 9–17 Uhr

Die Ausstellung beleuchtet exemplarisch die ikonografischen und mythologischen Referenzen in der Bildhauerei. Ludwig Kasper (1893–1945) lehnte sich bei seinen lebensgroßen Arbeiten eng an die griechische Skulptur der archaischen Epoche an und prägte damit auch den Begriff der „Modernen Klassik“ mit. Rudolf Hoflehner (1916–1995) griff die griechische Plastik und ihre mythologischen Themen in den 1960ern auf, eine Zeit in der sich die abstrakte Kunst etablierte. Siegfried Anzinger (*1953) vollzog eine Rückkehr zur Antike im Sinne der Postmoderne. Das freie Betrachten, Unsichtbares sichtbar machen und die Auseinandersetzung mit der Form unmittelbar vor ihre Auflösung. Die exemplarischen künstlerischen Positionen werden mit einer Auswahl von Kleinplastiken vom 17. bis zum 19. Jahrhundert aus der Sammlung des Salzburg Museum eingeleitet. Symbolik und Deutungskraft antiker Mythen und die formale Ästhetik des gestalterischen Kanons der antiken Skulptur strahlen bis heute eine Faszination aus und schaffen inhaltliche wie ästhetische Bezüge. (Text Homepage)

Ausstellung: Mensch – Objekt – Mythos, Bruno Grioncoli bis 22. August 2026
Galerie Schloss Wiespach & Co KG, Wiespachstraße 7, 5400 Hallein
MI, DO, FR  08.00 – 12.00
SA 10.00 – 14.0
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Bruno Gironcoli zählt zu den eigenständigsten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Besonders seine späten Großplastiken prägen sein Werk, in denen archetypisch wirkende Formen und alltägliche Gegenstände zu komplexen, futuristisch anmutenden Konstellationen verschmelzen. In einem vielschichtigen, rätselhaften Bildkosmos verhandelt er grundlegende Themen menschlicher Existenz wie Geburt, Sexualität, Gewalt, Entfremdung und Tod, ohne den Menschen selbst direkt darzustellen. Stattdessen treten Objekte wie Löffel, Trauben oder Kinderwägen als Träger verdichteter Bedeutungen an seine Stelle und bilden eine eigenständige, symbolisch aufgeladene Bildsprache. (Text Homepage)

Last but not least: https://maybethegreatestartspaceinaustria.com/

bis 18. September 2026
Alpine Gothic

Kritzlcloud
Schaufenster nahe dem Kornsteinplatz
immer geöffnet

Hallein Bildhauerschwerpunkt im Sommer

Werner Würtinger Die Stadt Hallein hat heuer zum 4. Mal einen Bildhauerschwerpunkt. Dabei wird auf die lange zurückreichende Bildhauertradition in der Salinenstadt verwiesen. Von den Anfängen als Schnitzkurse für die Bergknappen, bis zur Gründung der ersten berufsbildenden Schule in der Österreich-Ungarischen Monarchie im Jahr 1870. Ausstellungen sind zu sehen im Keltenmuseum, in der Alten Saline […]